LED Lampen im Vergleich zu GlĂŒhbirnen

Die GlĂŒhbirne gehörte lange Zeit wie selbstverstĂ€ndlich zu unserem Alltag. Kaum zu glauben, dass sie vor gerade mal einhundert Jahren noch eher ein Luxus war, den viele Menschen schon alleine deshalb nicht genießen konnten, weil die Stromversorgung noch gar nicht flĂ€chendeckend vorhanden war. Statt mit Kerze, Gaslampe oder Öllicht war fĂŒr die nĂ€chsten Generationen die GlĂŒhbirne ein Teil des Lebens. Mit zunehmendem ökologischen Bewusstsein und rasant steigenden Strompreisen kam aber auch die Frage auf, ob denn eine Beleuchtung nicht effizienter und energiesparender sein kann. Mittlerweile stehen GlĂŒhbirnen im Ruf, Energiefresser zu sein und ihr Aussterben zugunsten der Energiesparlampen wurde politisch verordnet. Die technischen Entwicklungen brachten uns aber auch die Halogenlampe und die LED Lampe als alternative Beleuchtungsmittel. Insbesondere LED Lampen erwiesen sich als sparsame Alternative nicht nur gegenĂŒber der GlĂŒhbirne, sondern auch gegenĂŒber der Halogen-Lampe.

Die Entwicklung der LED

Die Erforschung der Elektrolumineszenz begann bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, als man feststellte, dass man Kristalle auf Gallium-Basis durch eine geringe Stromspannung zum Leuchten bringen konnte. Das Ergebnis war damals noch mager, aber man erkannte die potentiellen Möglichkeiten und forschte weiter. Erst 1999 gelang es einem Entwicklerteam ein brauchbares Ergebnis zu erzielen. Seither wurde die Strahlleistung der LED Lampen stÀndig verbessert. Erreichte man im Jahr 2000 nur 15 Lumen/Watt, so lag sie 2010 bereits bei 250 Lumen/Watt, wobei die theoretische Höchstgrenze 350 Lumen/Watt sind. Der physikalische Vorgang, der die Dioden zum Leuchten bringt, findet dabei im Mikrobereich statt. Grob gesagt werden Elektronen verschoben und dadurch Photonen verschiedener Frequenzen freigesetzt.

Hoher Energieverlust bei GlĂŒhbirnen

Bildquellennachweis: ©Matthias-Sylupp / PIXELIO

Die GlĂŒhbirne ist im Gegensatz zur LED ein reiner Temperaturstrahler. Der elektrische Leiter wird durch den Strom erhitzt und bringt diesen zum Leuchten. StandardmĂ€ĂŸig wird hierfĂŒr ein Wolframdraht benutzt. WĂ€hrend normales Tageslicht 6200 Kelvin erreicht, hĂ€lt ein Wolframdraht diese Temperaturen aber nicht aus. Bei Temperaturen ĂŒber 3000 Kelvin schmilzt der Draht schnell.
Dabei wird nur ein geringer Teil der Energie wirklich in Licht umgesetzt. 85 bis 95 % werden als reine WĂ€rme an die Umgebung abgegeben, also nur 5 bis 15 % wirklich effizient zur Beleuchtung genutzt. Ein Teil des Wolframs verdampft dabei und die Lebensdauer der GlĂŒhbirne liegt bei etwa 1000 Stunden. Die Lichtausbeute liegt bei etwa 15 Lumen/Watt.
Die Halogenlampe funktioniert auf demselben Prinzip, wobei der Draht im Inneren hier durch ein Gas vor dem Verdampfen geschĂŒtzt wird. Dies verlĂ€ngert die Lebensdauer der Lampe auf etwa 4000 Stunden und die Lichtausbeute betrĂ€gt etwa 28 Lumen/Watt.

LED als Alternative zur GlĂŒhbirne

Bildquellennachweis: ©Uwe Bergeest / PIXELIO

Bei der LED wird das Licht direkt aus der zugefĂŒhrten Energie gewonnen. Das Kristallgitter der LED ist dabei keinerlei Abnutzung ausgesetzt und es kommt zu keiner großen Hitzeentwicklung. Hierdurch betrĂ€gt ihre Lebensdauer das Einhundertfache der GlĂŒhbirne.

Lange Zeit konnte die LED nicht mit der Leuchtkraft der GlĂŒhbirne mithalten. Ein Problem war, dass die LED immer nur eine bestimmte Farbe pro Chip erzeugen. Erst durch die Entwicklung weißer LED konnte man hier eine echte Alternative zu anderen Beleuchtungsmitteln schaffen. Dies erreichte man durch Farbmischung.
Ein anderes Problem war der geringe Lichtstrom der LED. So benutzte man zwar LED als Designbeleuchtung, aber es war kein Lichtersatz fĂŒr andere Beleuchtungsmittel. Im Gegensatz zur GlĂŒhbirne, bei der eine erhöhte Energiezufuhr zu höherer Temperatur und mehr Lichtausbeute fĂŒhrt, verringert sich die Leistung der LED bei steigender Temperatur. Daher war es notwendig, die LED mit einem KĂŒhlsystem auszustatten.

Im Online-Shop www.haus-projekt.com/shop/ finden Sie neben andere Beleuchtungsmitteln zahlreiche Produkte, die veranschaulichen, was mit LED heutzutage möglich ist. Zudem bietet der Shop auch ein umfangreiches Angebot rund um Haus und Garten, sowie Sport und Freizeit.

Umstieg auf LED

Im Bereich von Kontrolllampen an elektrischen GerĂ€ten und im Auto sind wir schon lange an den Einsatz von LED gewöhnt. Die lange Lebensdauer ist auch bei Ampelanlagen und Bremsleuchten ein erheblicher Vorteil. Die Möglichkeiten der farbigen Lichtspiele werden auch gerne fĂŒr die Innenausstattung benutzt. Immer noch steckt viel Potential zur Optimierung in dieser Technik. Doch mittlerweile wird darĂŒber nachgedacht, Straßenbeleuchtungen komplett in LED zu betreiben und selbst das Flughafenvorfeld von Innsbruck erstrahlt in LED.
Die LED ist in Wohnbereichen, wie auch in BĂŒros und Lagerhallen zu finden. Auf www.haus-projekt.com  findet man eine Übersicht ĂŒber die Leuchtkraft und FarbintensitĂ€t und deren Anwendungsbereiche.

Die farblichen Möglichkeiten der LED lassen viel Spielraum fĂŒr die Raumgestaltung in der jeweils gewĂŒnschten AtmosphĂ€re. RĂ€ume können in warmen oder kalten Farben erstrahlen. WĂ€hrend die GlĂŒhbirne einen hohen Energieverlust hat und wie ein Heizstrahler funktioniert, erzeugt die LED keinen WĂ€rmeabfall und wird lediglich handwarm. Dies hat auch den Vorteil, dass es keine Brand-AbfĂ€rbungen an Decke oder Wand gibt und keine Verbrennungsgefahr beim Anfassen besteht. Vor allen Dingen aber verbraucht die LED bei gleicher Helligkeit nur 85 bis 90 % der Energie, die eine GlĂŒhbirne benötigt und senkt damit die Stromkosten. Die weitaus lĂ€ngere Lebensdauer gegenĂŒber der GlĂŒhbirne ist ein weiteres Plus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.